Was unsere Mitochondrien schädigen kann

Was unsere Mitochondrien schädigen kann

Die Mitochondrien steuern fast alle Stoffwechselleistungen, Energieleistungen und Entgiftungsvorgänge in unserem Organismus. Dadurch spielen sie eine zentrale Rolle für unsere Gesundheit und Genesung.

Aber was genau kann denn nun unsere Mitochondrien schädigen?

Stress in den Zellen

Es gibt verschiedene Stressoren in unserem Alltag. Wird unser System dadurch aus dem Gleichgewicht gebracht,  werden zahlreiche chemische Prozesse und Stoffwechselvorgänge in ihren Abläufen gestört. Dadurch entsteht ein biochemischer Stress in den Zellen. Diese Art von Stress bezeichnet man als oxidativen und nitrosativen Stress.

Die Entstehung von oxidativem und nitrosativem Stress, schadet unseren Mitochondrien, was wiederum zur Schädigung der Atmungskette führt. Es wird weniger ATP produziert, und die Zellstoffwechselprozesse laufen nur noch reduziert ab.  Uns fehlt die Energie. Wir fühlen uns müde und schlapp.

Unsere Mitochondrien sind in Zelleistung und Zellsteuerung gestört. Freie Radikale können nicht mehr abgebaut werden. Was wiederum einen biochemischen, sich selbst unterhaltenden Teufelskreis auslöst, der zu schweren Funktionsstörungen und chronischen Erkrankungen führen kann. Früher oder später entsteht eine Grunderkrankung, die sekundäre Mitochondropathie, mit der Ausprägung von vielfältigen Symptomen. Die anhaltende Mitochondriopathie kann zu Multisystemerkrankungen führen.

Und was sind die Stressoren?

Ernährung

  • Konservierungsmittel/Nitrit
  • Aspartam, Fluoride
  • Pestizide
  • Alkohol
  • Kohlenhydrat- und Zuckerreiche Kost

Chemikalien/Toxine/Umweltbelastung/Schadstoffe

  • in Kosmetik
  • in Haushaltsartikeln
  • Rauchen
  • Medikamente (Schmerzmittel, Antibiotika, etc.)
  • Chemo- und Strahlenbelastung
  • Elektrosmog
  • UV-Strahlung

Nährstoffmangel

  • Vitamindefizit
  • Mineralstoffdefizit
  • Mangel an Spurenelementen
  • Aminosäurendefizit
  • Enzymmangel

Körperliche Ursachen

  • Instabilität der Halswirbelsäule
  • physisches Trauma, besonders im Bereich des Halses und des Kopfes
  • Bakterielle, virale oder parasitäre Infektionen
  • chronische Entzündungen – Silent inflammation
  • Leistungssport
  • psychische Belastungsfaktoren

Freie Radikale werden im Körper auch bei Infektionen gebildet. Dadurch werden Viren und Bakterien zerstört. In einem gewissen Maße ist dies also durchaus physiologisch und sinnvoll. Nur das Übermaß schadet. Angesichts der Vielfalt der Belastungen in der heutigen Zeit ist das gesunde Maß jedoch weit überschritten. Die Menge macht das Gift…

Die Entdeckung des Zusammenhangs zwischen Stress in Mitochondrien und chronischen Multisystemerkrankungen geht auf die molekularbiologischen Forschungen der letzten 15 bis 20 Jahre zurück. Sie wurde besonders durch Prof. Martin L. Pall vom Institut für Molekularbiologie am Washington State University, sowie hierzulande durch Dr. med. Heinrich Kremer, der die so genannte Cellsymbiosetherapie entwickelte, und den Internisten und Umweltmediziner, Dr. sc. med. Bodo Kuklinski zur Kenntnis gebracht.

 

Foto: Daniel Lehner