Was unsere Mitochondrien schädigen kann

Was unsere Mitochondrien schädigen kann

Die Mitochondrien steuern fast alle Stoffwechselleistungen, Energieleistungen und Entgiftungsvorgänge in unserem Organismus. Dadurch spielen sie eine zentrale Rolle für unsere Gesundheit und Genesung.

Aber was genau kann denn nun unsere Mitochondrien schädigen?

Stress in den Zellen

Es gibt verschiedene Stressoren in unserem Alltag. Diese können unser System aus dem Gleichgewicht bringen. Was wiederum die zahlreichen chemischen Prozesse und Stoffwechselvorgänge in ihren Abläufen stört und es entsteht ein biochemischer Stress in den Zellen. Diese Art von Stress bezeichnet man auf Zellebene auch als oxidativen und nitrosativen Stress.

Oxidativer Stress

Mitochondrien benötigen den von uns eingeatmeten Sauerstoff, um die Energie (ATP) bilden zu können. Durch die ATP-Bildung entstehen natürlicherweise Sauerstoffradikale (ROS), welche von den Antioxidantien zu völlig ungefährlichem Wasser verarbeitet werden können. Durch diesen Ablauf werden die Mitochondrien geschützt. Treten allerdings Sauerstoffradikale im Überfluss auf, steigt das Risiko, dass freie Radikale die Zellen schädigen.

Nitrosativer Stress oder Nitrostress

Stickstoffmonoxid (NO) ist ein Gas, das von allen Körperzellen gebildet werden kann. Es hat viele positive Wirkungen im Körper.  Kommt es allerdings zu einer Überproduktion, sind die Folgen von Nitrostress weitreichend und erstrecken sich auf viele Körperfunktionen. Insbesondere spielt das NO vermutlich eine zentrale Rolle in der Entstehung von Multisystemerkrankungen.

 

  • Kommen NO und ROS zusammen vor, entsteht das Radikal Peroxynitrit.  Dieses löst einen biochemischen, sich selbst unterhaltenden Teufelskreis aus, der zu schweren Funktionsstörungen und chronischen Erkrankungen führen kann. Folglich entsteht eine Grunderkrankung, die sekundäre Mitochondropathie mit der Ausprägung von vielfältigen Symptomen.
Und was sind die Stressoren?

Ernährung

  • Konservierungsmittel/Nitrit
  • Aspartam, Fluoride
  • Pestizide
  • Alkohol
  • Kohlenhydrat- und Zuckerreiche Kost

Chemikalien/Toxine/Umweltbelastung/Schadstoffe

  • in Kosmetik
  • in Haushaltsartikeln
  • Rauchen
  • Medikamente (Schmerzmittel, Antibiotika, etc.)
  • Chemo- und Strahlenbelastung
  • Elektrosmog
  • UV-Strahlung

Nährstoffmangel

  • Vitamindefizit
  • Mineralstoffdefizit
  • Mangel an Spurenelementen
  • Aminosäurendefizit
  • Enzymmangel

Körperliche Ursachen

  • Instabilität der Halswirbelsäule
  • physisches Trauma, besonders im Bereich des Halses und des Kopfes
  • Bakterielle, virale oder parasitäre Infektionen
  • chronische Entzündungen
  • Leistungssport
  • psychische Belastungsfaktoren

Freie Radikale werden im Körper auch bei Infektionen gebildet. Sie zerstören dadurch Viren und Bakterien. In einem gewissen Maße ist dies also durchaus physiologisch und sinnvoll. Nur das Übermaß schadet. Durch die Vielfalt der Belastungen in der heutigen Zeit ist das gesunde Maß jedoch weit überschritten. Die Menge macht das Gift…

Die Entdeckung des Zusammenhangs zwischen Stress in Mitochondrien und chronischen Multisystemerkrankungen geht auf die molekularbiologischen Forschungen der letzten 15 bis 20 Jahre zurück. Sie wurde besonders durch Prof. Martin L. Pall vom Institut für Molekularbiologie am Washington State University, sowie hierzulande durch Dr. med. Heinrich Kremer, der die so genannte Cellsymbiosetherapie entwickelte, und den Internisten und Umweltmediziner, Dr. sc. med. Bodo Kuklinski zur Kenntnis gebracht.